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31.068 Fans feierten den diesjährigen MXGP in Teutschenthal
Vorzeitige Vertragsverlängerung um weitere zehn Jahre für die „Heimstätte des deutschen Motocross“
Der diesjährige deutsche Lauf zur Motocross-Weltmeisterschaft ist Geschichte und hat wieder Geschichte geschrieben. Im Jahr des 60-jährigen Bestehens des MSC Teutschenthal e. V. im ADAC fluteten 31.068 Fans den legendären „Talkessel“. Die Grand-Prix-Siege in den beiden WM-Klassen MXGP und MX2 sicherten sich beim LIQUI MOLY MXGP of Germany der Belgier Lucas Coenen und der Franzose Mathis Valin. Einer der vielen positiven Eindrücke und News des erneut bewegenden Rennwochenendes war die verkündete vorzeitige Vertragsverlängerung zwischen dem WM-Promoter Infront Moto Racing und dem rührigen Motorsportclub im Süden Sachsen-Anhalts um weitere zehn Jahre, beginnend ab 2028.
Auch der LIQUI MOLY MXGP of Germany 2026 im Teutschenthaler Talkessel hielt was er versprach. Am Rennwochenende 30. und 31. Mai waren wieder erstklassige Rennaction von früh bis spät, eine von den gut gefüllten Rängen ausgehende grandiose Stimmung und ein alles in allem annehmbares Motocross-Wetter geboten. Nach dem kombinierten Trainings- und Rennsamstag ging es am klassischen Rennsonntag mit der actionreichen Unterhaltung auf der Strecke Schlag auf Schlag. Das diesjährige Motocross-Fest der Extraklasse ließen sich offiziell 31.068 Fans nicht entgehen.
Lucas Coenen in der Premium-Klasse unantastbar
Der Premium- und gleich der Weltserie lautenden WM-Klasse MXGP drückte der Belgier Lucas Coenen seinen Stempel auf. Den ersten Heat gewann der als WM-Spitzenreiter angereiste Pilot vom Team Red Bull KTM Factory Racing vorm Slowenen Tim Gajser vom Monster Energy Yamaha Factory MXGP Team und dem Spanier Ruben Fernandez, der in Farben des Teams Honda HRC PETRONAS am Start war. Die Mitfavoriten Jeffrey Herlings (NED, Red Bull KTM Factory Racing) und der Sieger des Quali-Rennens vom Samstag, Romain Febvre (FRA, Kawasaki Racing Team MXGP), fielen mit technischen Defekten vorzeitig aus bzw. hoffnungslos zurück.
Im zweiten Heat war Tim Gajser früh gestürzt und musste das gesamte Feld passieren lassen. Zwar kämpfte er sich in den am Sonntag für die WM-Klassen obligatorischen 30 Minuten plus zwei Runden noch bis auf Rang 19 und damit knapp in die Punkteränge nach vorn, bei der Vergabe der Podestplätze in der GP-Wertung beider Läufe spielte er aber folglich keine Rolle. Lucas Coenen zelebrierte indes gleich noch einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg und durfte bei der anschließenden letzten Siegerehrung des Tages von der obersten Stufe des Podests in die Menge winken. Der WM-Zweite Jeffrey Herlings konnte sich mit Platz zwei im zweiten Rennen zumindest teilrehabilitieren. Dritter des Rennens wurde Andrea Adamo (ITA, Red Bull KTM Factory Racing). Zusammen mit seinem siebenten Platz in Lauf 1 durfte er als Tageszweiter erstmals ein MXGP-Podest stürmen. Den dortigen Bronzeplatz nahm Ruben Fernandez ein, nachdem er im zweiten Heat Siebenter geworden war.
Neben Dingen zu seinem dritten Saisonsieg und zu seiner Festigung der Tabellenführung sagte Lucas Coenen anschließend zum Thema der Teutschenthaler Vertragsverlängerung: „Das sind natürlich großartige Neuigkeiten, denn wie wir an diesem Wochenende wieder gesehen haben, hat der Club mit der neu aufgebrachten Erde wieder einen guten Job gemacht. Das ist ein gutes Zeichen, für viele weitere gute Rennen hier.“
Deutsche Fahrer verzückten die Fans besonders
Von den elf ursprünglich angetretenen deutschen Wild-Card-Fahrern qualifizierten sich zehn für die Wertungsläufe. Bester von ihnen war auch am Sonntag jeweils Tom Koch aus Wormstedt vom KTM Sarholz Racing Team. Im ersten Heat fuhr der Thüringer von der anfangs 18. Position bis auf Rang zwölf nach vorn, im zweiten landete er auf Platz 17, wiederum in dem WM-Punkten (bis Rang 20). Dazu sagte er: „Nach meinem guten Abschneiden gestern im Quali-Rennen war mein Plan für heute, zwei Mal in die Top-15 zu fahren. Das hat zwar nicht ganz geklappt, dennoch war es wieder ein guter Tag. Wir hatten heute durch den zwischenzeitlichen Regen erschwerte Bedingungen mit einer tiefen Strecke, aber das hatten die Teutschenthaler auch dank des neuen Bodens gut im Griff.“ Zu seiner Leistung fügte er an: „Ich bin solide gefahren. Im ersten Lauf Platz zwölf war natürlich top. Im zweiten habe ich mir an manchen Kontrahenten ein bisschen die Zähne ausgebissen Da hatte ich zwischendurch ein kleines Tief, habe mich aber hinten raus wieder gefangen. Zwei Mal vor deutscher Kulisse in die Punkte zu fahren, war natürlich top. Überhaupt waren die Fans wieder der Wahnsinn. Es ist auch für uns Fahrer geil, wenn sie so viel Spaß haben wie wir. Das ist immer wieder ein geiler Moment, den man richtig genießt.“ Seine Gedanken zur Vertragsverlängerung schilderte „ToKo“ zudem mit folgenden Worten: „Es gibt nicht viele Strecken in Deutschland, wo auch die Infrastruktur stimmt. Der Verein ist sehr engagiert und macht immer gute Arbeit. Sie haben auch viel Erfahrung, schließlich hatten sie auch schon das ‚Motocross of Nations‘ ausgerichtet. Ich glaube, sie wissen was sie machen müssen, um eine gute Veranstaltung abzuliefern. Ich weiß nicht, ob ich das nur als Deutscher so wahrnehme, aber es gibt nur wenige Grand Prix, bei denen die Stimmung so gut ist wie in Teutschenthal.“
Neben ihm fuhren auch sein Teamkollege Noah Ludwig aus Aschersleben und Maximilian Spies aus Ortrand vom Team Becker Racing in beiden Wertungsläufen in die Punkte. Noah Ludwig wurde einmal 14. und einmal 18., Maximilian Spies schaffte einen 16. und einen 20. Rang. Zusammen mit den weiteren Klassierten Cato Nickel (Schwerin), Peter König (Eberswalde), Nico Koch (Braunschweig), Mark Scheu (Grabenstetten) und Marco Fleissig (Illertissen) ließen sie sich nach getaner Arbeit vor dem „Hang der Nationen“, dem Epi-Zentrum der Teutschenthaler Fan-Kultur, so richtig abfeiern.
Zwei auf Augenhöhe
In den zwei Heats der „kleinen“ WM-Klasse MX2 der bis 23-Jährigen gab es zwei Fahrer, die die Laufsiege und zweiten Plätze über Kreuz unter sich aufteilten. Sasha Coenen, der Zwillingsbruder des MXGP-Siegers Lucas Coenen, gewann das erste Rennen vorm Franzosen Mathis Valin. Im zweiten lautete der Zieleinlauf genau umgekehrt. Bei Punktegleichstand besagt die Motocross-Arithmetik, dass der finale Lauf der entscheidende ist, sodass Mathis Valin der MX2-Grand-Prix-Sieger von Teutschenthal 2026 ist und Sasha Coenen als Zweiter geehrt wurde. Gesamtrang drei ging an den Südafrikaner Camden Mc Lellan, der in den Läufen die Plätze drei und sechs belegt hatte. Der Franke Simon Längenfelder kam im ersten Lauf nicht über Rang acht hinaus und betrieb im zweiten mit Platz drei Schadensbegrenzung in Sachen WM-Tabelle. Die Führung musste er schon nach dem ersten Lauf an Sasha Coenen abgeben.
Klare Siegerin auch bei den Damen
Den Damen der Frauen-Motocross-Weltmeisterschaft „WMX“ war es vorbehalten, den Rennsonntag am Vormittag bei noch schönstem Rennwetter zu eröffnen. Nur wenige hundert Meter nach dem Start fiel eine erste Vorentscheidung, als die Vorjahresweltmeisterin Lotte van Drunen aus den Niederlanden im engen Getümmel stürzte und einige Zeit benommen liegen blieb. Zwar nahm sie das Rennen wieder auf, hatte aber natürlich keine Chance mehr auf einen der vorderen Plätze. Die Siegerin des ersten Heats am Samstag, Daniela Guillen, hatte sich wieder umgehend an die Spitze und mit schnellen Runden auch gleich etwas abgesetzt. Im Ziel hatte sie etwas mehr als acht Sekunden Vorsprung auf die Italienerin Kiara Fontanesi, die schon am Vortag Zweite geworden war. Dementsprechend wurden Daniela Guillen und Kiara Fontanesi als Siegerin bzw. Zweitplatzierte zur Gesamtsiegerehrung gerufen. Dort hin wurde auch die weitere Niederländerin Shana van der Vlist beordert. Nach ihrem neunten Platz am Samstag hatte sie sich noch mit Rang drei am Sonntag als Dritte aufs GP-Podest katapultiert. Beste Deutsche wurde wieder Larissa Papenmeier, die ihren siebenten Platz vom Samstag wiederholte.
Rechenspiele für die Zusammensetzung des Podests
Die Fahrer der Europameisterschaftsklasse EMX250 trugen ihren zweiten Lauf kurz vor Mittag aus, unmittelbar nachdem der erste heftige Regenschauer niedergegangen war und die Strecke in eine Schlammpiste verwandelt hatte. Am besten kam mit diesen schwierigen Bedingungen der Meisterschaftsführende Francisco Garcia aus Spanien zurecht. Allerdings war er am Samstag nach einem frühen Sturz ausgeschieden, sodass er in der Gesamtwertung beider Tage keine Rolle spielte. Diese entschied der heute Zweitplatzierte, der Australier Jake Cannon, für sich. Neben ihm nahmen bei der Siegerehrung der Niederländer Gyan Doensen und Nicolo Alvisi aus Italien Aufstellung. Ihnen reichten am Sonntag die Heat-Plätze fünf bzw. vier hinter dem Liechtensteiner Lyonel Reichl.
Good News
In diesem Jahr feiert der MSC Teutschentahl das 60-jährige Jubiläum der Clubgründung. Als leicht vorgezogenes Geburtstagsgeschenk gab es heute die frohe Kunde der vorzeitigen Vertragsverlängerung um weitere zehn Jahre als Austragungsort der deutschen WM-Runde. Bei der eigens einberufenen feierlich angehauchten Pressekonferenz sagte der Vorsitzende des MSC Teutschenthal, Jens-Uwe Jahnke: „Wir sind sehr, sehr glücklich über den neuen Vertrag zwischen Infront Moto Racing und dem MSC Teutschenthal. Es ist eine große Freude für uns, die nächsten Jahre weiter kooperieren zu können. Vielen Dank dafür.“
Dazu ergänzte der MSC-Geschäftsführer, Andreas Kosbahn: „Generationen von Fans haben diese Strecke zu einem der WM-Läufe mit der besten Atmosphäre im MXGP-Kalender gemacht. Aber wir wollen nicht nur zurück schauen, sondern auf die Zukunft unseres Sports in Deutschland blicken. Infront Moto Racing und unser Verein teilen eine große Leidenschaft für den Motocross-Sport und haben viel gegenseitiges Vertrauen. Das ist genau das, was es für eine gute Partnerschaft für viele weitere Jahre braucht. Wir haben mit dieser Planungssicherheit große Vorhaben für die ständige Verbesserung der Anlage für die Fans, Fahrer, Pressevertreter und alle weiteren in die Veranstaltung involvierte Personen und Bereiche. Wir wollen weiterhin die stolze Heimat des deutschen Motocross bleiben. Die Vertragsverlängerung ist für uns die verdiente Belohnung für unsere unermüdliche harte Arbeit und ein Vertrauensbeweis von Infront Moto Racing und der FIM in die Organisation eines Events dieser Größenordnung. Vielen Dank.“
Toller erster Tag des MXGP of Germany 2026
Neue Samstagsieger bei der deutschen Runde zur Motocross-WM im Teutschenthaler Talkessel
Der erste Tag des diesjährigen Motocross-Weltmeisterschaftslaufes im legendären Teutschenthaler Talkessel ist Geschichte und lieferte in den obligatorischen Quali-Rennen am Samstag bei herrlichem Wetter und vor schon überdurchschnittlich gut gefüllten Rängen in den beiden WM-Klassen MXGP und MX2 neue Sieger. In der Top-Klasse MXGP triumphierte erstmals in diesem Jahr der Vorjahres-Weltmeister Romain Febvre aus Frankreich. Ebenso feierte in der MX2-Kategorie der bis maximal 23-Jährigen der Südafrikaner Camden Mc Lellan seinen ersten Sieg des Jahres an einem kombinierten Trainings- und Renntag.
Schon der erste Tag des diesjährigen LIQUI MOLY MXGP of Germany in Teutschenthal bei Halle/Saale hielt alles, was man sich vom alljährlichen deutschen Motocross-Fest der Extraklasse versprach. Bestes Rennwetter und eine vom gastgebenden MSC Teutschenthal e. V. im ADAC erstklassig präparierte Strecke waren auf genau jenem hohen Niveau, wie die bereits zahlreich erschienenen, frenetischen Fans im legendären „Talkessel“ im Süden Sachsen-Anhalts.
Top-Rider auf den Top-Plätzen
Im Quali-Rennen am Samstag der Premium-Kategorie MXGP fanden sich nach dem Start die Top-4 der aktuellen WM-Tabelle, der Franzose Romain Febvre, der Slowene Tim Gajser, der Belgier Lucas Coenen und der Niederländer Jeffrey Herrlings, auf den vorderen Plätzen ein und demonstrierten die hohe Kunst des Motocross in unnachahmlicher Art und Weise. Wenngleich sich keine Überholmanöver ergaben, waren ihre Abstände untereinander so gering, das von Langeweile keine Rede sein konnte. Demzufolge behielt der Pilot vom Kawasaki Racing Team MXGP die Oberhand über den Fahrer vom Monster Energy Yamaha Factory MXGP Team, dem KTM-Treiber in Farben des Teams Red Bull KTM Factory Racing sowie „The Bullet“ vom Team Honda HRC PETRONAS. Somit war auch in Sachen Marken eine größtmögliche Abwechslung auf den ersten vier Plätzen gegeben.
Nach seinem ersten Sieg in einem MXGP-Quali-Rennen des Jahres sagte der zweifache und Weltmeister 2025, Romain Febvre: „Das war ein sehr guter Tag für mich, und ich denke auch für vielen Fans, die bereits da waren. Das Wetter war erstklassig, und ich hoffe, dass das auch morgen der Fall ist. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass der Verein mit der neuen Erde auf der Strecke einen sehr guten Job gemacht hat. Sie haben auch am Layout der Strecke ein paar Veränderungen vorgenommen, sodass sie viel besser ist als zuvor. Vorher war der Boden extrem hart und rutschig. Nun bietet er den ganzen Tag viel Grip. Es ist schön zu sehen, wie sich hier bemüht wurde, die Bedingungen zu verbessern. Für mich persönlich war es natürlich ein guter Start in den GP. Ich hoffe, dass ich am Sonntag so weiter machen kann.“
Auf den Plätzen fünf bis zehn und somit in den Punkterängen (am Samstag bei halber Punktzahl nur bis Platz zehn) kamen Andrea Adamo (ITA, Red Bull KTM Factory Racing), Ruben Fernandez (ESP, Honda HRC PETRONAS), Kay de Wolf (BEL, Nestaan Husqvarna Factory Racing), Pauls Jonass (LAT, Kawasaki Racing Team MXGP), Andrea Bonacorsi (ITA, Red Bull Ducati Factory Racing MXGP) und Alberto Forato (ITA, Fantic Factory Racing MXGP).
Deutsche Wild-Card-Fahrer mit Handicap für die Startaufstellung
Bester der acht fürs Rennen qualifizierten Deutschen wurde der Wormstedter Tom Koch vom KTM Sarholz Racing Team als 17., was er folgendermaßen kommentierte: „Ich denke, rein fahrerisch war es gut, wesentlich besser als meine letzten Rennen – sowohl im ADAC MX Masters, speziell aber auch bei meinen bisherigen zwei Starts in diesem Jahr bei der WM. Das war auch, weil ich einfach ein bisschen lockerer in den Tag gestartet bin. Ich habe mich schon im Zeittraining gut gefühlt. Da zwei Trainingsgruppen – eine für die Permanent Rider und eine für die Wild-Card-Fahrer – gebildet wurden, hatten wir Deutschen natürlich keine Chance auf einen guten Startplatz, was hier auf der abbiegenden Startgeraden extrem wichtig ist. Da fährst du in der ersten Kurve gefühlt 20 Meter mehr. Aber ich habe schnell meinen Fluss gefunden. Das war eine solide Fahrt, was auch für den Sonntag mein Ziel ist. Vielleicht kommt dann ja ein Top-15-Ergebnis raus. Damit wäre ich sehr zufrieden. Einfach wieder mein Bestes geben, dann wir das schon gut.“
Zur bereits grandiosen Stimmung befragt, führte „ToKo“ aus: „Die war heute schon extrem gut. Ich weiß nicht, wann es zuletzt so gut war an einem Samstag. Auch die Änderungen an der Strecke sind aus meiner Sicht sehr gut gelungen.“
Deutscher Weltmeister mit Luft nach oben
In der „kleinen“ WM-Klasse MX2 ruhten berechtigte Hoffnungen der deutschen Fans auf dem Vorjahres-Weltmeister und bereits wieder Tabellenleader Simon Längenfelder. Allerdings musste sich der Franke im Quali-Race mit Rang acht begnügen.
Der bereits fünfmalige Samstag-Sieger und als Schnellstarter bekannte Sasha Coenen, der Zwillingsbruder des MXGP-Tabellenführers Lucas Coenen, hatte sich auch diesmal schnell an die Spitze des Feldes gesetzt. Allerdings wurde er mal wieder Opfer seiner Sturzanfälligkeit, diesmal in Runde drei, weshalb er am Ende nur Sechster wurde.
Dies eröffnete dem Südafrikaner Camden Mc Lellan vom Triumph Racing MX2 Factory Team die Möglichkeit zu seinem ersten Rennsieg an einem Samstag. Zweiter wurde Janis Martins Reisulis (LAT, Monster Energy Yamaha Factory MX2), gefolgt von Liam Everts (BEL, Nestaan Husqvarna Factory Racing).
Mehr als nur Rahmenprogramm
Für die Support-Klassen WMX (Frauen-Motocross-WM) und EMX250 (Europameisterschaft) standen am Samstag die ersten von zwei Wertungsläufe auf dem Programm. Bei den Damen jagte die Vorjahresweltmeisterin Lotte van Drunen aus den Niederlanden die von Beginn an führende Spanierin Daniela Guillen. Bei Rennmitte riss sie die Führung an sich, um wenig später zu stürzen und am Ende nur Vierte zu werden. So gewann die WM-Spitzenreiterin Daniela Guillem vor Kiara Fontanesi aus Italien und Courtney Duncan aus Neuseeland. Beste Deutsche wurde Larissa Papenmeier als Siebente.
Beim ersten Wertungslauf der EMX250 gelang dem Dänen Mads Fredsoe ein Start-Ziel-Sieg vor dem Niederländer Gyan Doensen und dem Australier Liam Owens.
Zwischenfazit der Vereinsführung
Bei Halbzeit des diesjährigen deutschen MX-Highlights zog auch der Clubchef Jens-Uwe Jahnke ein positives Zwischenfazit. So sagte er: „Wir können auf einen schönen ersten Renntag zurück blicken und sicherlich auf einen ebenso schönen zweiten voraus schauen. Der erste Tag war mit den vielen Fans einfach genial. Wir haben ja viele Tonnen sandigen Boden auf die Strecke gebracht, sodass die Verhältnisse optimal sind. Die internationale Jury und auch der Serienpromoter Infront Moto Racing haben alles nur einmal gelobt. Sie sehen auch jedes Jahr, wenn sie zu uns kommen, einen Entwicklungssprung und arbeiten mit unserem MSC sehr gern zusammen. Wenn sie nach Teutschenthal kommen ist es einfach so, dass wir aufschließen und loslegen. Dann ist alles gut. Das ist woanders in der Welt nicht so. Man kann sich auf uns verlassen, und dafür geben wir uns auch alle Mühe.“
Lasst die Spiele beginnen!
MXGP of Germany 2026 in Teutschenthal inoffiziell gestartet
Der Freitag vorm bevorstehenden sicherlich wieder unvergesslichen Motocross-Weltmeisterschaftslauf in Teutschenthal gehörte zwar auch dieses Jahr nicht zu den offiziellen Veranstaltungstagen (30. und 31. Mai), doch Motoren-Sound der Wettkampfbikes und sowie „Fichten-Mopeds“ erfüllte den „Talkessel“ trotzdem ein erstes Mal. Wie üblich stand beim LIQUI MOLY MXGP of Germany 2026 das Starttraining der WM-Klassen MXGP und MX2 auf dem Programm. Diesem wohnten wieder schon zahlreiche Fans bei und lieferten am Streckenrand einen Vorgeschmack auf die zu erwartende Stimmung.
Das Fahrerlager für den diesjährigen LIQUI MOLY MXGP of Germany am Samstag und Sonntag, dem 30. und 31. Mai 2026, ist bezogen und die Fahrer und Maschinen sind bereit. Bevor die ersten Trainingsläufe gestartet werden, versammelten sich auch dieses Jahr am Freitagnachmittag die Akteure der beiden WM-Klassen MXGP und MX2 vorm eigentlichen Startgatter für die Rennen ab Samstagnachmittag, um ihren Maschinen mit dem reinen Starttraining den letzten Schliff zu verpassen. Ab Samstag greifen dann auch die beiden Support-Klassen zur Frauen-Motocross-WM „WMX“ sowie die Europameisterschaftsklasse EMX250 ins Geschehen ein.
Zwei fünffache Weltmeister und zugleich vierfache Teutschenthal-Sieger wollen mehr
Einer der absoluten Top-Favoriten auf den Gesamtsieg in der gleich der Weltserie lautenden Königsklasse MXGP ist der Slowene Tim Gajser. Als fünffacher Weltmeister ist er logischerweise über alle Zweifel erhaben. Außerdem konnte in der Vergangenheit auch schon vier Mal (2015 MX2; 2019, 2021, 2022 MXGP) von der obersten Stufe des Teutschenthaler Siegerpodests herunter winken. Im vorigen Jahr fehlte er verletzungsbedingt im legendären Talkessel, und über den Winter vollzog der langjährige Honda-Werkspilot den Markenwechsel ins Monster Energy Yamaha Factory MXGP Team. Seit dem stand er in diesem Jahr schon drei Mal auf dem Podest, zwei Mal als Dritter und einmal als Zweiter. Zeit also für seinen ersten GP-Sieg auf Yamaha – vielleicht bei der deutschen WM-Runde? Dazu meinte der sympathische 29-Jährige: „Natürlich werde ich mein Bestes geben. Allerdings hatte ich beim vorangegangenen Lauf am vergangenen Wochenende in Frankreich ein bisschen Pech mit einem Crash, sodass ich nicht komplett bei 100 Prozent bin. Aber wie gesagt, werde ich mein Bestes geben. Die Strecke gefällt mir ganz gut. Im vorigen Jahr war ich ja hier nicht am Start, aber wie ich heute gesehen habe, wurden ein paar kleine Änderungen an der Strecke vorgenommen. Sie haben etwas weichen Boden aufgebracht. Aber normalerweise ist die Strecke wirklich sehr hart. Ich denke, es sollten gute Rennen werden.“
Wenn man so will, ist sein Pendant der Niederländer Jeffrey Herlings. Auch er hat bereits fünf WM-Titel auf seinem Konto, und auch er hat in Teutschenthal bereits vier Mal gewonnen (2014 und 2016 MX2; 2018 und 2025 MXGP). Ebenso verließ er über den Winter sein langjähriges (KTM-)Team und ist nun die neue Nummer 1 des Teams Honda HRC PETRONAS. Während Tim Gajser ab dem Qualifying-Race am Samstag ab 17:25 Uhr als aktueller WM-Vierter auf Punktejagd geht, ist „The Bullet“ Jeffrey Herlings als WM-Zweiter der erste Verfolger des derzeitigen Spitzenreiters Lucas Coenen aus Belgien vom Team Red Bull KTM Factory Racing. Zwischen Gajser und Herlings rangiert der amtierende Weltmeister Romain Febvre aus Frankreich vom Kawasaki Racing Team MXGP auf Tabellenplatz drei.
Schwarz-rot-gold würdig vertreten
Neben den Top-Stars der Szene sind die deutschen Vertreter das zusätzliche Salz in der Suppe. Allein in der MXGP vertreten elf Fahrer die schwarz-rot-goldenen Farben. Stellvertretend von denen sagte der Ortrander Maximilian Spies vor seinem Heim-GP: „Der Motocross-Grand-Prix von Deutschland in Teutschenthal ist, wie jedes Jahr, das Highlight für uns deutsche Fahrer. Der neue Boden schaut ganz gut aus. Ich muss sagen, so gut habe ich die Strecke schon lange nicht gesehen. Ich freue mich auf jeden Fall, und das Wetter passt auch. Die Fans sind schon da, gefühlt schon mehr als letztes Jahr. Jetzt schauen wir mal, wie wir ins Wochenende starten können. Ich fühle mich gut, das Bike ist top vorbereitet, denn das Team Becker Racing hat wieder sehr gute Arbeit geleistet. Jetzt liegt es eigentlich nur noch an mir. Schauen wir mal, wohin die Reise geht und wie weit wir in die Punkte rein fahren können. Motivation ist auf jeden Fall reichlich da.“
Bevor die MXGP den kombinierten Trainings- und Renntag Samstag beschließt, trägt zuvor ab 16:35 Uhr auch die „kleine“ WM-Klasse MX2 ihr Quali-Rennen für die Startaufstellungen am Sonntag sowie die ersten WM aus. Hier richten sich vor allem die deutschen Augen in erster Linie auf den Vorjahres-Weltmeister Simon Längenfelder.
Top-Fahrer der Motocross-WM sind in Teutschenthal in vollzählig am Start
Sämtliche Zutaten für den MXGP of Germany am 30. und 31. Mai im Teutschenthaler „Talkessel“ beisammen
Das nächste bewegende Motocross-Fest auf der legendären Teutschenthaler „Talkessel“-Rennstrecke steht vor der Tür. Am kommenden Wochenende, dem 30. und 31. Mai, kämpfen beim diesjährigen LIQUI MOLY MXGP of Germany die weltbesten Motocross-Piloten und -Pilotinnen wieder um WM-Punkte. Dazu erwartet der Gastgeber MSC Teutschenthal wieder ein „volles Haus“. Zum siebenten der insgesamt 19 Läufe zur Motocross-Weltmeisterschaft 2026 werden nahezu ausnahmslos alle Top-Fahrer am Start sein. Zudem stellen sich etliche deutsche Vertreter und Vertreterinnen der besonderen Herausforderung.
Organisatorisch liegt der am kommenden Wochenende wieder gastgebende MSC Teutschenthal e. V. im ADAC auch wenige Tage vorm diesjährigen LIQUI MOLY MXGP of Germany am kommenden Samstag und Sonntag, dem 30. und 31. Mai 2026, wieder voll im Plan. Kein Wunder, richtet der rührige Verein auf seiner Talkessel genannten Rennstrecke bei Halle im Süden Sachsen-Anhalts in diesem Jahr bereits zum 30. Mal einen Lauf zur Solo-Motocross-Weltmeisterschaft aus. Zusammen mit dem Motocross of Nations 2013 und einem Lauf zur Motocross-Seitenwagen-WM ist man sogar durch insgesamt 32 Events mit dem weltweit höchsten Prädikat gestählt.
Das trifft auch auf einen Großteil der diesjährigen Akteure zu, denn große Namen sind wieder angekündigt, was auch auf der sportlichen Seite das nächste Motocross-Festival der Extraklasse verspricht. Endgültig kurz vorm Überkochen wird der Talkessel sein, wenn die sich zahlreich angekündigten deutschen Fahrer bzw. Fahrerinnen „performen“.
Duell des zukünftigen Weltmeisters (?) und des Rekord-GP-Siegers
Nach den ersten sechs Saisonläufen 2026 geht es in der gleich der Serie lautenden Premium-Klasse MXGP an der Tabellenspitze verdammt eng zu, sodass auch von daher für exquisite Spannung gesorgt ist.
Der Vize-Weltmeister der letzten beiden Jahre (2024 in der MX2 und 2025 in der MXGP), der Belgier Lucas Coenen vom Team Red Bull KTM Factory Racing, hat bis dato in den jeweiligen Quali-Rennen plus je zwei GP-Heats 286 Punkte auf sein Konto bringen können und damit lediglich deren zwei mehr als der aktuell Zweitplatzierte.
Dieser ist kein geringerer als der fünfmalige Weltmeister Jeffrey Herlings aus den Niederlanden. „The Bullet“ tritt nach vielen Jahren in der KTM-Familie in diesem Jahr für das Werksteam Honda HRC PETRONAS an. Der viermalige Teutschenthal- und auch Vorjahressieger hat in dieser Saison schon drei, und damit die Hälfte der bislang ausgetragenen Grand Prix gewonnen. Aktuell hält der Rekord-GP-Sieger bei 115 WM-Triumphen. Klar, dass er mit all diesen Referenzen auch am kommenden Wochenende ein ganz heißer Kandidat auf den Gesamtsieg in der großen WM-Klasse ist.
Der WM-Spitzenreiter (im Fach-Jargon auch Red-Plate-Holder genannt) Lucas Coenen hat 2026 zwei Saisonsiege für sich verbuchen können. Den „übrigen“ sicherte sich der ehemalig MX2-Weltmeister und Rückkehrer aus der US-Motocross-Szene Tom Vialle. Der Franzose ist in diesem Jahr der Teamkollege von Jeffrey Herlings im Team Honda HRC PETRONAS und liegt mit 219 Punkten derzeit auf Tabellenrang fünf.
Top-Klasse mit acht Weltmeistern
Vor ihm nehmen der zweifache und letztjährige MXGP-Weltmeister Romain Febvre und der ebenfalls fünffache Champion Tim Gajser die Tabellenplätze drei und vier ein. Der Franzose vom Kawasaki Racing Team MXGP und der Slowene in diesem Jahr neu in Diensten des Monster Energy Yamaha Factory MXGP Teams haben 231 bzw. 213 Zähler auf dem Zettel, womit klar ist, dass auch sie den Kampf um den WM-Titel längst nicht aufgegeben haben. Da ist Teutschenthal eine gute Gelegenheit, das Konto massiv aufzustocken.
Die weiteren Plätze nehmen derzeit Maxime Renaux (FRA, Monster Energy Yamaha Factory MXGP Team, MX2-Weltmeister 2021), Kay de Wolf (BEL, Nestaan Husqvarna Factory Racing, MX2-Weltmeister 2024), Ruben Fernandez (ESP, Honda HRC PETRONAS), Andrea Adamo (ITA, Red Bull KTM Factory Racing, MX2-Weltmeister 2023), Calvin Vlaanderen (NED, Red Bull Ducati Factory MXGP Team) und Pauls Jonass (LAT, Kawasaki Racing Team MXGP, MX2-Weltmeister 2017) ein.
Damit tummeln sich sage und schreibe acht mit einem oder mehreren WM-Titeln dekorierte Fahrer in der Top-Kategorie.
Deutscher Weltmeister tritt zur Titelverteidigung an
Dem gegenüber ist das MX2-Feld mit nur einem darin befindlichen Weltmeister eine etwas rare Angelegenheit. Doch die MX2-WM der bis zu 23-Jährigen mit 250-ccm-Viertakt-Motorrädern ist demzufolge die unmittelbare Vorstufe zur MXGP.
Dieser Weltmeister hat es aber aus deutscher Sicht in sich, denn der Franke Simon Längenfelder kam 2025 als erst dritter Deutscher nach den Thüringern Paul Friedrichs in den 1960er-Jahren und Ken Roczen 2011 zu höchsten Ehren. Er tritt in diesem Jahr wieder für das Team Red Bull KTM Factory Racing an, und zwar mit dem logischen Ziel der Titelverteidigung.
Derzeit führt der 22-Jährige das Klassement bereits wieder an und bekommt es gemäß der derzeitigen Tabellensituation in diesem Jahr beim Punktestand von 281 zu 273 vor allem mit seinem Teamkollegen Sacha Coenen zu tun. Er ist der Zwillingsbruder von Lucas Coenen, dem MXGP-Tabellenleader.
Neben diesen beiden muss man auch die derzeit hinter ihnen auf den Plätzen drei bis fünf klassierten Guillem Farres (ESP, Triumph Racing Factory Team), Liam Everts (BEL, Nestaan Husqvarna Factory Racing) und Camden Mc Lellan (RSA, Triumph Racing Factory Team) zum Favoritenkreis zählen. Mit einem etwas größeren Punkterückstand folgen im Ranking Mathis Valin (FRA, Kawasaki Racing Team MX2) und Janis Martins Reisulis (LAT, Monster Energy Yamaha Factory Racing MX2 Team).
Zahlreiche Deutsche nutzen Heim-GP per Wild Card
Wie jedes Jahr nutzen auch bei der nun bevorstehenden diesjährigen Ausgabe des MXGP of Germany zahlreiche deutsche Fahrer und Fahrerinnen die Möglichkeit, sich auf der ganz großen Motorsport-Bühne den Fans zu präsentieren und ihre Sponsoren zu vertreten.
In der MXGP sind das Maximilian Spies aus Ortrand mit der bei ihm ungewohnten Startnummer 55, Justin Trache (Chemnitz, # 90), Cato Nickel (Schwerin, # 131), Tom Koch (Wormstedt, # 226), Nico Koch (Braunschweig, # 260), Noah Ludwig (Aschersleben, # 300), Theo Praun (Füssen, # 328), Max Thunecke (Altmersleben, # 410), Peter König (Eberswalde, # 470), Brian Hsu (Cremona, # 781), Marco Fleissig (Illertissen, # 931) und Mark Scheu (Grabenstetten, # 991).
In der MX2 nehmen es Valentin Kees (Schwabniederhofen, # 170), Joshua Völker (Bad Liebenstein, # 290) und Jan Krug (Pulheim, # 511) mit den Weltbesten inklusive Simon Längenfelder auf.
In der Frauen-WM-Klasse WMX treten sage und schreibe 16 deutsche Damen an. Die größten Erfolgsaussichten von ihnen hat Larissa Papenmeier, die die letztjährige Saison als WM-Vierte abschließen und die 2024 den deutschen WM-Lauf gewinnen konnte.
Es geht wieder los!
Auf den MXGP of Germany in Teutschenthal am 30. und 31. Mai wird wieder ein großer Ansturm erwartet
Am kommenden Wochenende hat auch die Wartezeit auf den nächsten LIQUI MOLY MXGP of Germany im legendären Teutschenthaler Talkessel ein Ende. Anhand der guten Ticket-Vorverkaufszahlen ist der Gastgeber, der MSC Teutschenthal e. V. im ADAC, guter Dinge, seinen Fans das nächste unter die Haut gehende Motocross-Fest bieten zu können.
Der Run auf die Tickets zum LIQUI MOLY MXGP of Germany am Samstag und Sonntag, dem 30. und 31. Mai 2026, ist gemessen am vergleichbaren Zeitpunkt vor einem Jahr auch diesmal wieder besser gelaufen. Im vorigen Jahr kamen letztendlich offiziell insgesamt 30.200 Zuschauer. Demzufolge wird der Talkessel an jenem Wochenende erneut brodeln. Darüber freut sich natürlich auch der Geschäftsführer des gastgebenden MSC Teutschenthal, Andreas Kosbahn. Er sagte im Vorfeld: „Die Ticketvorverkaufszahlen liegen erneut über dem Niveau des Vorjahres. Wir müssen zwar, wie immer, die Wetterlage am Rennwochenende und das damit in Verbindung stehende Tageskassengeschäft abwarten, aber prinzipiell ist das schon mal eine gute Voraussetzung, dass wir das nächste stimmungsgewaltige MX-Fest erleben werden.“
Vier Klassen, vier Mal Rennaction auf höchstem Niveau
Am Start werden vier Rennklassen sein, davon drei mit den Besten der Besten der Motocross-Weltmeisterschaft. So wird neben der gleich der Serie lautenden Top-Kategorie MXGP und der „kleinen“ WM-Klasse MX2 auch die Frauen-Weltmeisterschaft WMX wieder am Start sein. Das ist nicht überall so, denn während die MXGP und die MX2 in Teutschenthal ihren siebenten von 19 WM-Läufen austragen, sind die WM-Damen nach Lacapelle Marival in Frankreich am kommenden Wochenende erst zum zweiten Mal in diesem Jahr im Einsatz. Die vierte im Programm befindliche Klasse ist die Europameisterschaftskategorie EMX250. Diese muss sich aber keineswegs hinter den drei WM-Klassen verstecken, ist sie doch die letzte Vorstufe vor dem Einstieg in der Regel in die MX2-WM, die nahezu alle aktuellen großen Namen bestiegen haben.
Mehr Platz für Mehrtagesgäste
Um dem sich regelmäßig steigernden Fan-Ansturm Herr zu werden und seinen Gästen den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten, stellt der MSC Teutschenthal in diesem Jahr zusätzlich eine ca. sechs Hektar große Wohnmobil- und Camper-Stellfläche (ohne sanitäre Versorgung und Strom) im südlichen Bereich der Rennstrecke zur Verfügung. „Wir haben diesen Bedarf schon letztes Jahr festgestellt, und auch die Anfragen in diesem Jahr gingen klar in diese Richtung. Dem haben wir nun Rechnung getragen und die Buchungen für den reinen Wohnmobilstellplatz sowie natürlich auch den Campingplatz sind ebenfalls sehr vielversprechend“, erklärt der für die Fan-Betreuung beim MSC Teutschenthal verantwortliche Mario Sommer.
Dies ist auch der Tatsache geschuldet, dass man gesehen hat, dass nach der Wiederaufnahme der Frauen-WM ins Teutschthaler Programm und der dort erfolgreichen MX-Ladys aus den Niederlanden und Belgien vermehrt viele Fans aus Benelux an die geschichtsträchtige Motocross-Piste bei Halle/Saale im Süden Sachsen-Anhalts kommen.
Die Party-Action nach der Rennaction
Das Programm auf der Rennstrecke bietet wieder Rennaction von früh bis spät. Der Samstag ist wieder ein kombinierter Trainings- und Renntag, denn ab nachmittags 15:00 Uhr tragen die WMX und die EMX250 ihre ersten Wertungsläufe aus. An diese schließen sich ab 16:35 Uhr und ab 17:35 Uhr die Quali-Rennen der MX2 bzw. MXGP um die ersten WM-Punkte des Wochenendes sowie die Startaufstellungen für die GP-Läufe am Sonntag an.
Nach den zweiten Heats der WMX und EMX250 sowie den Warm-up-Trainings der MX2 und MXGP am Sonntagvormittag (voraussichtlich ab 9:45 Uhr) gehen die GP-Läufe der Herren am Nachmittag in regelmäßigen Wechsel über die Bühne. Konkret sind die fixen Startzeiten 13:15 Uhr (MX2, Heat 1), 14:15 Uhr (MXGP, Heat 1), 16:10 Uhr (MX2, Heat 2) und 17:10 Uhr (MXGP, Heat 2).
Damit aber nicht genug, denn im Party-Bereich geht es schon am Freitagabend sowie auch am Samstagabend nach Beendigung der Kampfhandlungen zur Sache. Am Freitagabend bringt der MDR seine Sputnik Spring Break Tour 2026 zum MXGP of Germany nach Teutschenthal. Tags darauf kommt es nach dem actionreichen Treiben auf der Strecke zur „Talkessel Night“. Einzeltickets kosten hierfür 18 Euro pro Tag und Person, das Kombi-Ticket für Freitag und Samstag ist für 28 Euro zu haben.
MXGP 2026 - Hinweise zur Anreise
Infolge von Baumaßnahmen ist die Friedrich- Henze- Straße / L 164 in Teutschenthal im Bereich der Sparkasse bis voraussichtlich 31.08.2026 gesperrt. Eine Durchfahrt durch Teutschenthal ist NICHT möglich und es besteht keine Wendemöglichkeit für größere Fahrzeuge bzw. Wohnwagen/ Wohnmobile.
Wir haben für Euch nachfolgend alle Empfehlungen und bitten euch darum diese Informationen unbedingt zu beachten:
von der A38 aus Richtung Leipzig kommend:
- bis AS 23 Dreieck Halle-Süd und auf A143 Richtung Halle/ Magdeburg
- an AS 3 Halle- Neustadt auf B80 Richtung Eisleben
- an Kreuzung B80 Langenbogen links abbiegen und über Teutschenthal Bahnhof
- Richtung Teutschenthal fahren und der Beschilderung folgen
Anreise aus Richtung Süden/ Leipzig über die A9/ A38 (YouTube)
von der A38 aus Richtung Göttingen kommend:
- bis AS 21 Schafstädt und über L177/ L164/ K2147 nach Teutschenthal
- an Kreuzung Poststraße links abbiegen und dem Straßenverlauf Richtung Teutschenthal Bahnhof sowie der Beschilderung folgen
Anreise aus Richtung Westen/ Göttingen über die A38 (YouTube)
von der B80 aus Richtung Eisleben kommend:
- an Kreuzung B80 Langenbogen rechts abbiegen und über Teutschenthal Bahnhof Richtung Teutschenthal fahren
- der Beschilderung folgen
von der B80 aus Richtung Halle kommend:
- an Kreuzung B80 Langenbogen links abbiegen und über Teutschenthal Bahnhof Richtung Teutschenthal fahren
- der Beschilderung folgen
Jubiläum beim MXGP 2026 in Teuschenthal
30. Solo-WM-Lauf im legendären Talkessel am 30. und 31. Mai
Auch in diesem Jahr gastiert die Motocross-Weltmeisterschaft „MXGP“ in Teutschenthal. Dabei kommt es am letzten Mai-Wochenende zum nächsten Jubiläum der Kult-Veranstaltung im legendären „Talkessel“, denn am 30. und 31. Mai wird der dann gastgebende MSC Teutschenthal zum 30. Mal einen Lauf zur Motocross-Einzel-Weltmeisterschaft ausrichten. Zusammen mit einem Lauf zur Sidecar-Motocross-WM 2006 und dem Motocross of Nations 2013 wird der rührige Verein im Süden Sachsen-Anhalts am Ende eines sicherlich wieder grandiosen Rennwochenendes insgesamt 32 WM-Veranstaltungen auf dem Buckel haben.
Das erste Motocross-Rennen in Teutschenthal wurde am 15./16. Oktober 1966 ausgetragen. Am 3. und 4. Juli 1971 fand dann hinter dem „Eisernen Vorhang“ sogar erstmalig ein Lauf zur Motocross-Weltmeisterschaft statt. Der damalige „Große Preis der DDR“ der Klasse bis 250 ccm wurde vom Belgier Joel Robert auf einer Suzuki gewonnen. Der nächste WM-Lauf folgte im 1990 wiedervereinten Deutschland dann am 19. und 20. Juni 1993. Nach einem weiteren 1996 gastiert die Motocross-WM, mit Ausnahme des ersten Corona-Jahres 2020, seit 1998 alljährlich beim MSC Teutschenthal. Ergo, werden am 30. und 31. Mai 2026 die weltbesten Motocrosser zum 30. Mal bei einem Solo- bzw. Einzel-WM-Lauf um Punkte kämpfen.
Das sagt der Club-Vorsitzende stellvertretend für die große Helferschar
„Um ehrlich zu sein, haben wir das Jubiläum des insgesamt 30. WM-Rennens im Talkessel 2024 etwas verschlafen, aber in Bezug auf die Solo-WM passt das in diesem Jahr sehr wohl. Dazu wollen wir unseren treuen Fans wieder ein Motocross-Fest der Extraklasse bieten“, ist der Vorsitzende des MSC Teutschenthal, Jens-Uwe Jahnke, voller Vorfreude.
Neun Weltmeister mit 19 Titeln
Irgendwie passend dazu, sind die diesjährigen Fahrerfelder der beiden (Männer-)WM-Klassen, der gleich der WM-Serie lautenden MXGP sowie der MX2 der bis zu 23-Jährigen, mit Superstars gespickt wie selten zuvor. So werden neun Weltmeister an den Startgattern erwartet, die insgesamt 19 Titel errangen.
Angeführt wird das Line-up der Premium-Klasse MXGP von den fünffachen Champions Jeffrey Herlings aus den Niederlanden und Tim Gajser aus Slowenien, die sowohl in der MX2 wie auch der Top-Kategorie triumphierten. Je zwei WM-Titel können die beiden Franzosen Romain Febvre und Tom Vialle vorweisen. Während Febvre zwei Mal in der MXGP erfolgreich war und der amtierende Weltmeister ist, gelang dies Vialle in der MX2. Ebenso holten sich der Lette Pauls Jonass, der weitere Franzose Maxime Renaux, der Italiener Andrea Adamo und der Belgier Kay de Wolf in der „kleinen“ WM-Klasse ihre Titel. Der neunte World Champion im Bunde ist der Franke Simon Längenfelder, der im vorigen Jahr die MX2-WM für sich entschied und in dieser Klasse zur Titelverteidigung antritt.
Karten extrem neu gemischt
Auf Grund von Marken-, Team- und Klassenwechseln des einen oder anderen Piloten ist in diesem Jahr für zusätzliche Würze gesorgt. Die beiden Hauptdarsteller der MXGP des letzten Jahres, der Weltmeister Romain Febvre und der „Vize“ Lucas Coenen aus Belgien, gehen erneut in Grün für das Kawasaki Racing Team MXGP bzw. in Orange für das Team Red Bull KTM Factory Racing an den Start.
Anders sieht es bei den beiden im vorigen Jahr auf Grund von Verletzungen unter Wert geschlagenen Jeffrey Herlings und Tim Gajser aus. So wechselte der seit 2009 zur KTM-Familie gehörende „The Bullet“ ins Werksteam Honda HRC PETRONAS und übernimmt dort den Platz des seit 2014 Honda fahrenden Slowenen Tim Gajser. „TiGa243“ sucht hingegen im Monster Energy Yamaha Factory MXGP Team beim Hersteller mit den drei gekreuzten Stimmgabeln im Logo eine neue Herausforderung.
Starke Aufsteiger
Doch damit nicht genug. Nach ihren Triumphen in der MX2-WM kommen in diesem Jahr Tom Vialle (Weltmeister 2020 und 2022), Andrea Adamo (2023) und Kay de Wolf (2024) neu in die Premium-Klasse MXGP.
Vialle tritt bei seinem WM-Comeback nach drei Jahren in den USA an der Seite von Herlings im Team Honda HRC PETRONAS an, Adamo fährt im Team Red Bull KTM Factory Racing nun eine größere KTM und de Wolf ebenso im Team Nestaan Husqvarna Factory Racing eine leistungsstärkere Husqvarna. Als Indiz, dass man auch sie in ihrem ersten MXGP-Jahr dem Kreis der Favoriten zurechnen sollte, dient Lucas Coenen. Er zeigte im vorigen Jahr als damaliger Klassenneuling eindrucksvoll, wie man auf Anhieb ganz vorn mitfahren kann. Am Ende gelangen ihm mit sechs gewonnenen Grand Prix sogar die meisten Saisonsiege in der Königsklasse.
Mehr als nur schmückendes Beiwerk
Zwar betreten die Top-Rider an den zwei tollen Tagen öfters die Motocross-„Manege“, doch sind auch in diesem Jahr zwei Rahmenklassen im Programm. Zum einen wird die Motocross-Frauen-Weltmeisterschaft WMX in Teutschenthal ihren zweiten Saisonlauf 2026 austragen, zum anderen wird auch die Europameisterschaftsklasse EMX250 als letzte Vorstufe zur WM für tolle Rennaction und kurzweilige Unterhaltung sorgen.
Volles Programm
Wenngleich der detaillierte Zeitplan noch nicht erstellt ist, lässt sich sagen, dass die Trainingsläufe aller Klassen am Samstag, dem 30. Mai, zu morgendlicher Stunde gegen 8:00 Uhr beginnen dürften. Die erste Rennaction gibt es am kombinierten Trainings- und Rennsamstag ab 15:00 Uhr mit den ersten Wertungsläufen der EMX250 und danach der WMX. Im Anschluss werden die Qualifikationsrennen der MX2 und MXGP um die ersten WM-Punkte des Wochenendes sowie die Startaufstellungen für Sonntag gestartet. Das MX2-Feld wird zur Fix-Zeit 16:35 Uhr auf die Reise geschickt und zum Tagesabschluss fällt 17:25 Uhr das Startgatter für die MXGP.
Wie schon am Freitagabend kommen am danach alle Feierwütigen bei der After-Race-Party im Festzelt erneut auf ihre Kosten.
Am Sonntag (31.5.) beginnt das Programm gegen 9:30 Uhr mit dem zweiten Rennen einer Support-Klasse. Nach den Warm-up-Trainings der beiden WM-Kategorien und dem zweiten Rahmenrennen, tragen die MX2 und MXGP ab 13:15 Uhr im regelmäßigen Wechsel ihre je zwei Rennen über 30 Minuten plus 2 Runden aus und ermitteln so die Teutschenthaler Grand-Prix-Sieger 2026.
Neues und Bewährtes beim LIQUI MOLY MXGP of Germany 2026 in Teutschenthal
Der nächste Motocross-Weltmeisterschaftslauf in Teutschenthal wirft seine Schatten voraus und kann am Samstag und Sonntag dem 30./31. Mai wieder mit ein paar Neuerungen respektive Verbesserungen aufwarten.
Das beginnt bereits mit der Anreise der wieder zu erwartenden zahlreichen Fans. Den letzten LIQUI MOLY MXGP of Germany besuchten an den zwei tollen Tagen insgesamt über 30.200 Fans. Für diese gibt es, wie bereits schon zum MXGP 2025, einen Großparkplatz auf der dem Veranstaltungsgelände gegenüber liegenden Straßenseite, von dem aus der untere Eingang fußläufig gut zu erreichen ist und mit dem die Anreise- sowie Abreisesituation entspannt wird.
Eine weitere Neuerung betrifft die drei Tribünen (Nord, Mitte, Süd) in unseren Zuschauerbereichen. Diese sind, wie auch schon zum letzten MXGP, nun mit bequemen Sitzschalen ausgestattet. Als Neuerung zum MXGP 2026 können sich Fans nun ihren persönlichen Platz auf einer der drei Tribünen sichern und diesen auch explizit über eine direkte Auswahl (Tribüne, Reihe, Sitz) im Ticketshop auswählen.
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